Antisemitismus-Sondersitzung der UNO-Generalversammlung

21.01.15

Am Donnerstag, 22. Januar 2015, hält die UNO-Generalversammlung am Hauptsitz in New York eine Sondersitzung ab, die sich mit dem globalen Antisemitismus-Ausbruch befasst.

37 Staaten, darunter Israel, die USA, Kanada, Australien und alle EU-Staaten, haben Sam Kutesa, Präsident der UN-GV, schriftlich um eine Sondersitzung ersucht, die sich mit dem globalen Antisemitismus-Ausbruch befassen soll.

Die US-, die kanadische und die EU-Mission bei den Vereinten Nationen werden zusammen mit Israel Donnerstag, 22. Januar, diese Veranstaltung durchführen. Der bekannte französische Philosopbh und Autor Bernard Herni Lévy, wird eine Grundsatzrede halten; Vertreter verschiedener Staaten werden sich ebenfalls zur Generalversammlung sprechen.

Der israelische Botschafter bei der UNO in New York, Ron Prosor, erklärte: «Es besagt viel, dass sich so viele Staaten Israel angeschlossen haben, um das Thema Antisemitismus zuoberst auf die Tagesordnung der UNO zu setzen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns um dieses Problem aus den Schlagzeilen zu entfernen und in die Geschichtsbücher zu bringen.»

Die Sondersitzung wird live durch das UNO-Fernsehen übertragen werden:

Israel: Ministry of Foreign Affairs: First antisemitism special meeting at UNGA


Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar wurde als Holocaust-Gedenktag im Jahre 2005 durch die Vereinten Nationen eingeführt. Der Tag, der auf den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945 verweist, wurde vor der UN-Proklamation unter anderem bereits in Grossbritannien und Deutschland (seit 1996 Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus) als Gedenktag begangen. Israel begeht seit 1951 mit dem Jom haScho‘a am 27. Nisan des jüdischen Kalenders einen eigenen Gedenktag. Er fällt dieses Jahr auf den 16. April.


Holocaust-Ausstellung im UNO-Hauptquartier

Ebenfalls morgen Donnerstag, um 18 Uhr Ortszeit, wird im UNO-Hauptquartier in New York eine Ausstellung über den Holocaust mit dem Titel „Forbidden Art“ eröffnet. Sie ist Teil einer Reihe von Erinnerungs-Aktivitäten zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar, der dieses Jahr unter dem Titel „Freiheit, Leben und das Vermächtnis der Holocaust-Überlebenden“ steht.
Mehr (englisch):

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