Zum Holocaust-Gedenktag: Rettung ein paar Minuten vor dem Tod

Von: 30.6.2012 · 27.01.12

André Sirtes wartete bereits auf seine Exekution, als in letzter Sekunde Hilfe von oben kam. Der in Emmenbrücke lebende Jude über seinen unglaublichen Kampf ums Überleben.

Neue Luzerner Zeitung, Freitag, 27. Januar 2012

André Sirtes (Frontseite Neue Luzerner Zeitung)


Ende Dezember, Budapest, 1944. André Sirtes Sharon, neun Jahre alt, steht neben seinem sechsjährigen Bruder Nikolaus auf einer Steinmauer direkt am Donauufer. Die beiden Kinder warten auf die Vollstreckung ihres Todesurteils. Sie stehen hier mit Hunderten von anderen, eingereiht nebeneinander, warten, bis auch sie an der Reihe sind, bis auch sie den kalten Lauf der Pistole in ihrem Nacken spüren und es dann, so hoffentlich, schnell vorbei ist. Es knallen die Schüsse, und man sieht dann die toten Menschenkörper vornüber in die eisige Donau fallen. Ein paar Meter noch, ein paar Meter, ein paar Sekunden Leben. 

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