Bundesrat Iganzio Cassis zum Nahostkonflikt

Nach seiner Rückkehr von seinem Arbeitsbesuch in Jordanien, wo er in Ammann u.a. seinen jordanischen Amtskollegen Ayman Safadi traf und das neue Gebäude der Schweizer Botschaft in der jordanischen Hauptstadt einweihte, gewährte Bundesrat und Aussenminister Ignazio Cassis verschiedenen Schweizer Zeitungen ein Interview.

rk – Darin äussert er sich über den Nahostkonflikt, stellt die Arbeit des UNO-Hilfswerkes für die Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) in Frage und macht sich Gedanken zu den fatalen Folgen der bisherigen Unterstützungspolitik.

Bundesrat Cassis weist darauf hin, dass der Flüchtlingsstatus der Palästinenser mit einem Recht verbunden ist, das 1949 durch die UNO gesetzt wurde. Seither ist das Hilfswerk UNRWA (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East; Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten) für die Umsetzung zuständig. Es geht u.a. um das Recht, nach Hause zurückzukehren. Diesen Traum hätten die Flüchtlinge, deren Zahl mittlerweile von 700'000 auf 5 Millionen angewachsen sei. Es sei jedoch unrealistisch, dass sich dieser Traum für alle erfülle. Die UNRWA halte diese Hoffnung aber aufrecht. Für ihn, Bundesrat Cassis, stelle sich die Frage: Ist die UNRWA Teil der Lösung oder Teil des Problems?

«UNO-Hilfswerk ist Teil des Problems»

Interview, «Aargauer Zeitung»,17.5.2018


Bundesrat Ignazio Cassis reist zu Arbeitsbesuch nach Jordanien

Medienmitteilung des EDA, 9.5.2018


Wichtiger Partner im Mittleren Osten:Bundesrat Cassis spricht mit Jordaniens Aussenminister Safadi über aktuelle Lage in der Region

Medienmitteilung des EDA, 14.5.2018