Freilassung des Soldaten Gilad Schalit

(Zürich, 18. Oktober 2011) Die Freude wird überschattet von der Tatsache, dass Hamas-Erpressung gesiegt hat und auch Terroristen freigelassen wurden.

Die Gesellschaft Schweiz-Israel (GSI) freut sich über die erfolgte Freilassung von Gilad Shalit und wünscht ihm gute und rasche Erholung im Kreis seiner Familie. Allerdings können von Israel im Gegenzug freigelassene Terroristen, die viele israelische Zivilisten getötet haben, neue Attentate gegen Israel unternehmen. Die israelische Regierung ist dieses Risiko eingegangen, um das Leben ihres auf Staatsgebiet gekidnappten Soldaten zu retten.

Die Terror-Gruppe Hamas feiert die Freilassung von Gilad Shalit als Sieg über Mahmoud Abbas und Israel. Damit zeigt sie erneut ihr zynisches Gesicht. Sie hielt Shalit während 5 Jahren ohne Kontakt zur Aussenwelt in Geiselhaft. Sie verstiess fortgesetzt gegen die Genfer-Konvention, indem sie dem IKRK einen Besuch des Gefangenen stets verweigerte. Daran ist im Zusammenhang mit den palästinensischen Bemühungen um staatliche Anerkennung durch die UNO zu erinnern. Denn ungeachtet der internationalen Initiativen der Palästinensischen Autonomiebehörde ist die Hamas weiterhin zu Geiselnahmen, Attentaten und Raketenangriffen bereit. Solange diese beiden
Strategien gleichzeitig verfolgt werden, bleibt die Hoffnung auf eine friedliche Lösung des israelischpalästinensischen Konflikts eine Illusion.