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Erstes Schwimmbad in einem Beduinenort

Am Mittwoch (29.8.2018) wurde in Israel Regionalgeschichte geschrieben, indem mit dem geschlossenen Schwimmbad im Beduinenort Rahat das erste Schwimmbad dieser Volksgemeinschaft in Israel eingeweiht wurde.

Dies berichtet tachles in seinem Online-Newsletter.

Das Schwimmbad wurde im neuen Country Club-Komplex von Rahat errichtet. An der Einweihung nahmen Uri Ariel, Minister für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, die Kultur- und Sportministerin Miri Regev, der Wohnbauminister Yoav Galant und Yair Maayan, Generaldirektor der Behörde für Beduinensiedlungen im Negev teil.

Im neuen Country Club finden sich neben dem Schwimmbad ein grosser Fitnessraum, drei Studios für Gruppenklassen, ein Kaffee, ein Solarium,, ein Basketball- und ein Fussballfeld, sowie eine trockene und eine nasse Sauna. Das Schwimmbad offeriert getrennte Stunden für Frauen und Männer. Der Club dient Tausenden über den ganzen Negev zerstreut lebenden beduinischen Einwohnern, die bisher über keine Sport- und Erholungsaktivitäten in der Nähe ihrer Heime verfügen konnten.

Rahat, die Beduinenstadt

Rahat (Ruhe, Zufriedenheit) befindet sich 12 Kilometer nördlich von Be'er Scheva und zählt über 65'000 Einwohner, fast ausschliesslich Beduinen. Rahat wurde Anfang der 1970er Jahre gegründet und erhielt 1994 den Status einer Stadt. Die Einwohner der Stadt sind zu 100 % Muslime.

Die Beduinen (von arabisch badawī, «nicht sesshaft») sind nomadische Wüstenbewohner, die nebst im israelischen Negev auch auf der arabischen Halbinsel, in der syrischen Wüstge, im Sinai und in Teilen der Sahara heimisch sind.

Obwohl die israelischen Beduinen nicht der Wehrpflicht unterliegen, verfügt die israelische Armee über spezielle Einheiten aus freiwilligen Beduinen, insbesondere als Spurensucher. (RK)

 

Rahat (Wikimedia Commons)