Israel-Standaktionen der GSI Sektion Zürich, 2026
Im primären Fokus dieser Standaktionen stand immer die klare Solidarität mit dem jüdischen Staat. Nicht weniger wichtig war den Aktivist:innen aber auch die Wissensvermittlung über Israel und die aktuelle Situation mit nachprüfbare Fakten. Als Basis der Gespräche diente das an der diesjährigen GSI-Delegiertenversammlung in Lugano erstellte und schweizweit von allen Sektionen genehmigte neue Leitbild. Wir wissen und erleben es alle: Es tobt weltweit ein giftiges Israel-Bashing auf allen Ebenen, das nicht selten auch klare antisemitische Tendenzen aufweist. Das zeigte sich auch am Israelstand an der Zürcher Bahnhofstrasse. An den diesjährigen Standaktionen wurden von militanten propalästinensischen Besuchern immer wieder Fakten und Behauptungen aufgetischt, die schlicht und einfach nicht den nachprüfbaren Tatsachen entsprachen (wie zB: bewusste und gezielte Kindstötungen, sexuelle Übergriffe jeder Art, wahllose Massaker an Zivilisten usw. der IDF). Die Gespräche gestalteten sich mit solchen Besuchern logischerweise dann alles andere als einfach. Geschrei, Drohungen und Anspuckereien gehörten dazu und mussten die Standaktivist:innen über sich ergehen lassen.
Aber bei diesen Standaktions-Aktivitäten kam es in diesem Jahr – wie auch in der Vergangenheit – natürlich auch zu sehr ermutigenden, wenn auch manchmal kritischen Gesprächen. Gäste besuchten den GSI-Stand auch aus vielen Ländern (USA, Iran, Indien usw.) und zeigten grosses Interesse. Israelische Besucher waren hocherfreut feststellen zu dürfen, dass es in der Schweiz überhaupt echte Solidarität mit ihrer gebeutelten Heimat gibt. Eines zeigte sich aber immer wieder, dass der Wissensstand generell über den Palästinakonflikt, aber nicht weniger über die aktuelle Situation rund um den Pogrom vom 7. Oktober 2023 und die nachfolgenden Kriegssituationen rund um den Gazastreifen, öfters sehr gering war!
Die vergangenen 21 Jahren, während denen sich die GSI Zürich sozusagen auf die Strasse wagte und die Chuzpe hatte, sich besonders auch mit feindseligen Geistern in einen Dialog einzulassen, zeigten, dass diese aktive jahrelange Tätigkeit absolut notwendig, immer wieder enorm wichtig waren. Es zeigte, dass auch in besonders schweren Zeiten Israel auf seriöse Freunde in der Schweiz zählen darf und kann.
Dani Schürch-Tal